Die folgenden Tipps beruhen auf unseren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen und sind daher natürlich nur subjektiv zu werten. Dass Vietnam ein sicheres und sehr leicht allein zu bereisendes Land mit freundlichen, hilfsbereiten Menschen ist, wird wohl jeder, der schon einmal in Vietnam war, bestätigen können - es sei denn er war selbst nicht freundlich und offen.
Wer auf leichte, bekömmliche asiatische Küche steht, kommt in Vietnam voll auf seine Kosten. Der Speiseplan ist einfach aber durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten trotzdem sehr vielseitig und durch die vielen verschiedenen Gewürze und Gemüsesorten schmeckt das Essen überall etwas anders - aber immer ganz lecker. Reis, Gemüse, Nudelsuppe und Fisch sind Volksnahrung.
Die Gerichte sind nicht so scharf gewürzt wie in Thailand und wer es etwas schärfer liebt, bedient sich einfach an den auf jedem Tisch stehenden Soßen und Gewürzen. In den modernen Hotels speist man international, mit der typischen vietnamesischen Küche kommt man dort leider nur selten in Berührung.
Wir haben gern und oft die Nudelsuppen (Pho) mit Hühner- oder Rindfleisch gegessen, welche man an jeder Ecke für ca. 10.000 Dong kaufen kann und die schon morgens überall auf den Fußwegen auf kleinen Höckerchen sitzend, verspeist wird. Als Beigabe bekommt man in manchen Lokalen einen Teller mit frischen Kräuterstengeln (Fenchel, Pfefferminze, Koriander usw.), von denen man die Blätter abpflücken und in die Suppe legen kann.
Im Süden haben wir vor allem Fisch und Meeresfrüchte (Tintenfisch, Muscheln, Krabben) gegessen, da wir sie so frisch und vor allem so preiswert noch nirgendwo bekommen hatten. Gegessen wird mit Stäbchen, aber es gibt überall Besteck dazu, so dass man auch als ungeübter Stäbchenesser nicht verhungern muss.
Eine besondere Spezialität, die man unbedingt probieren sollte, ist der Hot Pot - zu einem auf einem Holzkohlefeuer stehenden Tontopf, welcher mit einer Fleischbrühe gefüllt ist, wird man Teller mit Fleisch, Fisch oder Seafood sowie Gemüse, was man dann einzeln in der heißen Brühe garen kann - schmeckt super lecker!
Serviert wird - vor allem im Süden - alles, was sich bewegt und so ist es keine Seltenheit, wenn man auf der Speisekarte Heuschrecke, Fledermaus, Schildkröte, Leguan, Hund, Schlange oder Maus findet. Es ist aber so, dass man immer weiß, was serviert wird. Die oben genannten Tiergerichte sind auch wesentlich teurer als Huhn oder Schwein, so dass einem schon aus Kostengründen kein Hund beispielsweise als Schwein oder Schaf serviert werden würde.
Die Speisekarten, die in den meisten Lokalen vorhanden sind, haben auch eine englischsprachige Seite oder englische Untertitel. In den kleineren Orten oder Dörfern spielt sich alles am Straßenrand ab, so kann man dort gleich in die Töpfe schauen und die Beilagen selbst durch Zeigen aussuchen. Manchmal haben wir auch gegackert wie ein Huhn, gemeckert wie eine Ziege oder gegrunzt wie ein Schwein, um zu zeigen, was wir essen wollten. Das war dann immer sehr lustig und einmal musste Monika zur Belustigung der Bedienung immer wieder die Ziege machen. Manchmal haben wir es auch aufgemalt oder auf unseren Bildtafeln gezeigt.
Die Preise für das Essen sind sehr gering und so bekommt man manches, was hierzulande als Spezialität eine Unsumme kostet, für einen Schleuderpreis. Beim Bezahlen wird grundsätzlich immer alles zusammen berechnet.
Trinken kann man chinesischen oder Lipton-Tee, einheimisches Bier (333-, Tiger- oder Saigonbier), Fruchtsäfte und Bohnenkaffee.
Und noch ein Hinweis: Nicht wundern, wenn ihr mit Einheimischen gemeinsam esst und diese beim Kauen fürchterlich anfangen zu Schmatzen. Das ist in Vietnam so üblich und man sollte es auch mal versuchen, denn man nimmt den Geschmack der Speisen dann viel intensiver wahr.
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Vietnam, vor allem in den ländlichen Gebieten, ist ein geradezu Paradies für Hobbyfotografen. Das verschiedenfarbige Grün der üppigen Natur, die Hütten von denen nie eine der anderen gleicht und natürlich die freundlichen Menschen, welche den verschiedensten Beschäftigungen nachgehen, sind dankbare Motive. Selten hat man uns ein Foto verwehrt, wenn man von den immer finster dreinblickenden Polizisten mal absieht, meist wurden wir sogar aufgefordert, einen Schnappschuss zu machen. Es gab meist einen Riesenspass, wenn das Bild auf dem Display der Kamera gezeigt wurde und wenn wir kleine Kinder fotografierten, wurden meist die anderen aus den Hütten geholt, um ebenfalls vor der Kamera zu stehen. Eine digitale Kamera ist hier angebracht, da man dann nach Herzenslust Motive einfangen und später in Ruhe auswählen kann. Volle Speicherkarten kann man sich in den größeren Orten sehr preiswert auf CD brennen lassen
Ich hatte mir kurz vor dem Urlaub eine Kodak Easyshare xxxx mit optischem 10-fach Zoom sowie eine 1 GB SD-Card gekauft, auf die ich 1200 Bilder mit 3 MB Auflösung aufnahm und mit der ich sehr zufrieden bin. Monika machte mit der Ricoh xxx ca. 400 Fotos.
In Vietnam gilt der Dong, dessen internationaler Kurs stetig fällt. Man darf jedoch Geld in jeder fremden Währung einführen. Es empfiehlt sich, Dollar mitzunehmen, die fast überall als Zahlungsmittel akzeptiert werden.
Zu unserer Reisezeit bekam man für einen Euro 20.000 Dong und für einen Dollar 15.000 Dong. Scheine gibt es in 500, 1000, 5.000, 10.000, 50.000 und 100.000 Dong. Münzen existieren wieder seit 2002 in 500, 1.000 2.000 und 5.000 Stückelung. Auf dem Land schaute man sie noch lächelnd und etwas ungläubig an.
Vor der Reise standen wir vor der Frage: "Welche Zahlungsmittel und wieviel nehmen wir mit?". Da man hinterher immer schlauer ist, hier unsere Erfahrungen:
Zum Vor-Ort-Umtausch ist der Euro mittlerweile voll akzeptiert. Also einige Fünfzig-Euro-Scheine mitnehmen und auf dem Flugplatz oder - meist günstiger - in den Zweigstellen der Vietcombank umtauschen. In Hanoi und Saigon hat man in den Backpackerzentren immer eine Filiale. In Hanoi war an der Ecke vor unserem Hotel ein Geldautomat, an dem man problemlos mit der EC-Karte Dong ziehen kann. An der Ecke De Tham Street/xxx in Saigon haben wir in der Vietcomfiliale Euro, Dollar oder Reiseschecks getauscht. Ich hatte 1.000 Dollar in 20-, 10-, 5- und vielen Ein-Dollar-Scheinen und sechs 50 Euroscheine mit. Das Geld trugen Monika und ich unterwegs im Brustbeutel und die eingetauschten Dong in den Taschen unserer Outdoorhosen. Die kleineren Scheine in der einen und die größeren in einer anderen mit Klettband verschließbaren Hosentasche, so dass man immer schnell etwas beim Bezahlen zur Hand hatte und nicht erst das ganze Bündel rausholen musste. In Hotels gaben wir die großen Scheine in den Safe.
Man sollte seinen Basisimpfschutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie überprüfen. Weiterhin werden Impfungen gegen Typhus und Hepatitis A (+B) empfohlen. Empfohlen wird die Malaria-Vorsorge vor allem im tiefsten Süden des Mekong-Deltas. Als malariafrei gelten Großstädte und die Küstengebiete nördlich von Nha Trang, in Saigon ist kein Malariaschutz notwendig.
Am wirksamsten ist, ab Einsetzen der Dämmerung langärmelige, helle Kleidung zu tragen und Moskito-Einreibung und Moskitonetze zu benutzen.
Um Durchfallerkrankungen zu vermeiden, ist kein Leitungswaser zu trinken - es gibt überall Mineralwasser in versiegelten Plastikflaschen - und jedes gekaufte Obst zu schälen und nur gekochtes Gemüpse zu essen.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist unbedingt zu raten.
Hotels und Gästehäuser gibt es in den Städten zur Genüge. Es gibt sehr einfache, mittlere aber auch luxuriöse Möglichkeiten, die Nacht bis zum nächsten Morgen zu überbrücken. Denn zu mehr haben wir die Zimmer meist nicht benötigt. Dazu ist das Leben auf der Straße und auf dem Lande viel zu interessant. Einfache Übernachtungen bekommt man, je nach Ort schon, ab 5 Dollar. Wir haben uns meist Hotels mit Doppelzimmerpreisen zwischen 10 und 20 Dollar gesucht und dabei schöne Zimmer mit Klimaanlage sowie Bad mit Dusche und Sitz-WC gehabt. Die Pässe sind gleich beim Einchecken abzu geben, damit man bei der Polizei gemeldet werden kann. Man bekommt sie beim Auschecken oder, wenn man sie zum Einlösen von Travelerschecks oder zur Mitnahme auf Mehrtagestouren braucht, anstandslos wieder. Die gelben Zettel empfehlen wir, gesondert aufzubewahren. In einem Saigoner Hotel war Monikas Zettel auf einmal nicht mehr im Umschlag des Passes und an der Rezeption behauptete man steif und fest, es wäre beim Abgeben keiner drin gewesen. Da hatten wir plötzlich ein Problem, aber nur solange, bis Harry nach zwei Tagen merkte, dass der Schein in seinem Pass gelandet war. Zum Glück, dass wir zusammen reisten!
Das Frühstück war meist inklusive und wenn nicht, ist das auch kein Problem, denn überall gibt es kleine Cafes, wo man superbillig essen kann, sogar Baguette mit Marmelade.
In jedem Ort gab es Internetcafes, wo mann an ordentlichen PC's das Internet nutzen konnte. Meist waren sogar ADSL-Zugänge vorhanden, so dass auch bei fünf und mehr gleichzeitigen Zugängen ordentliche Bandbreiten vorhanden waren. Die Preise waren, dem allgemeinen Preisniveau entsprechend, sehr niedrig - so dass man für eine Stunde im Durchschnitt nur 3.000 Dong (nicht mal 0,20 Euro) zu zahlen hatte. Die Tastaturen verfügten über den amerikanischen Zeichensatz, so dass es keine Schwierigkeiten beim Schreiben gab (natürlich bis auf die Umlaute und die vertauschten "z"- und "y"-Tasten). Kartenlesegeräte waren meist ebenfalls vorhanden, so dass man die gängigen Speicherkarten der Digitalkameras auslesen und brennen konnte. Das erledigten aber auch die vielen Fotoshops innerhalb weniger Minuten für wenig Geld.
Die Preise für die gängigsten Sachen sind in der Reisebeschreibung erwähnt, hier einige Einzelpreise (z.Z. unserer Reise entsprachen 20.000 Dong gleich 1 Euro und 15.000 Dong gleich 1 Dollar):
Das Angebot an Mitbringseln ist groß. Schlendert man durch die endlosen engen Gänge der großen Märkte oder die Souvenirshops in den Großstädten, bekommt man viele Anregungen für den Kauf nützlicher oder dekorativer, meist in Handarbeit hergestellter, Gegenstände. Die meisten Dinge sind aus Naturmaterialien wie Bambus, Rattan oder Knochen hergestellt. Schöne schwarzweiße Holzschnitte, aus Holz geschnitzte Gefäße, Dekorative Lackarbeiten, Kleidung, Seidenkrawatten, Küchenutensilien oder Steinfiguren sind nur einige Beispiele. Handeln ist allerdings überall Pflicht.
Als Ausländer darf man in Vietnam kein Auto fahren - nur Fahrrad und Moped - und das hat sicher seine guten Gründe. Der Verkehr in Hanoi und Saigon ist Wahnsinn! Trotz dass wir aus vielen Reiseberichten vorgewarnt waren, hatten wir es uns so nicht vorgestellt Ampeln wurden oft ignoriert, Polizisten sahen dem quirligen Treiben machtlos zu und pfiffen manchmal nur, um ihre Daseinsberechtigung nachzuweisen. Das Überqueren der pausenlos befahrenen Straße zu Fuß wird die ersten Male zu einem unbeschreiblichen Abenteuer. Da heißt es nur: Loslaufen und mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiterlaufen. Bloß nicht stehenbleiben oder die Geschwindigkeit ändern, dann versagt nämlich das den Vietnamesen eigene Radarsystem und sie kommen ins trudeln, was zwar meist immer noch durch akrobatische Fahrkunststücke ausgeglichen wird, aber auch mal schief gehen kann.
Hanoi hat ca. vier Millionen Einwohner und zwei Millionen Mopeds und diese scheinen alle gleichzeitig unterwegs zu sein, aber jedes in eine andere Richtung. Was für uns als ein totales Durcheinander aussah - dort funktionierte es! Es scheint eigene, für uns total fremde und unergründliche, Verkehrsregeln zu geben, die dort schon jedes Kind zu kennen scheint.
Moped sind wir dann auf Phu Quoc gefahren. Dort geht es gemütlich zu und man begegnet nur ab und zu einem anderen Fahrzeug, dafür staubt es mehr - immer noch besser als die vielen Abgase der unzähligen Mopeds. Eine Fahrerlaubnis hat auch nicht jeder und so standen an den Ausgangsstraßen Polizeistreifen, welche neben den Papieren auch die außerorts geltende Helmpflicht kontrollierten. Die Fahrzeuge der Übeltäter wurden auf kleine LKWs geladen. Doch die Vietnamesen sind helle, einige Kilometer vor den Kontrollen konnte man sich gegen ein geringes Entgeld Helme leihen, die nach der Kontrolle wieder abgegeben wurden.
Wir sind mit unserem Schul- und Reiseenglisch meist gut ausgekommen, um uns zu verständigen. Die Kinder testeten überall und ständig an uns ihre in der Schule gelernten Sätze und riefen uns zu: "What's your name?"
Für den absoluten Notfall hatte ich meine Bildtafeln mit, auf denen die wichtigsten Dinge abgebildet sind, damit kann man sich behelfen, wenn gar nichts mehr geht.
Hier einige wichtige Vokabeln:
Für die Einreise nach Vietnam besteht Visumpflicht. Den Antrag dafür lädt man sich am besten als pdf-Dokument von der Website der Vietnamesischen Botschaft (Homepage) in Berlin herunter.
Diesem Antrag, den man sicherheitshalber ca. sechs Wochen vor der Reise per Einschreiben an die Botschaft schickt, sind noch ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, ein Passbild, ein Verrechnungsscheck über die Visagebühr von 64 Euro (Stand August 2004) und ein für ein Einschreiben ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag beizufügen. Es dauert dann ungefähr eine Woche, bis man den Pass mit eingeklebtem, vier Wochen gültigen Touristenvisum erhält.
Ich habe die Unterlagen persönlich in der Botschaft abgegeben als ich zufällig in Berlin war und die Gebühr bar bezahlt.